Archiv für die Kategorie 'Jagderlebnisse'

Du suchst im Moment im Archiv von Pelles (Jagd-) blog.

Neues Revier

Nach einer furchtbar erfolglosen Blattzeit in diesem Jahr konnte ich endlich mal wieder ein Stück Wild zur Strecke bringen. Es ist ein schwacher Jährlingsspießer mit einer abgebrochenen Stange und nur 10 kg Wildpretgewicht…

neues-revier-1

…Erlegt habe ich ihn von einer bis jetzt namenlosen Kanzel im Revier meiner neuen Jagdmöglichkeit im Solling.

neues-revier-2

Hier habe ich seit dem 1 August die Möglichkeit mich in einem kleinen pirschbezirkartigen Bereich jagdlich und jagdhelferisch auszuleben. Bei meinen bisher noch an beiden Händen abzuzählenden Ansitzen und den Arbeiten an den Ansitzeinrichtungen habe ich zwar schon einiges an Wild gesehen, erlegt habe ich aber jetzt erst das erste Stück. Forstlich handelt es sich zum großen Teil um Buchenalthölzer mit viel Jungwuchs darunter. Ansonsten ist überall mal Fichte vorhanden. Also insgesamt relativ schwer zu bejagen…Mal sehen was im neuen Revier noch passiert. Jetzt noch drei Bilder…

neues-revier-3

neues-revier-4

…eine kleine Wiese ist auch dabei..

neues-revier-5

Geschrieben von Tim am 15. August 2010 | Abgelegt unter Jagderlebnisse | Keine Kommentare

Gedanken zum ersten Mai

Einen Schlag mit dem Gartentor! könnte man es bezeichnen, aber da es derzeit noch nichts neues von 7×57 zum ersten Mai gibt, veröffentliche ich einfach seinen letzten Beitrag, nämlich den im Jahr 2009 geschriebenen. Der letzte Beitrag kam aus dem Jahr 2008 und konnte am Ende -dieses Artikels- vor recht genau einem Jahr bestaunt werden.

Die “neue” Geschichte ist auch sehr schön und kann derzeit auf der neuen Seite “…Temp…” gelesen werden. Danke 7×57 und viel Spaß beim lesen…

Geschrieben von Tim am 27. April 2010 | Abgelegt unter Jagderlebnisse | Keine Kommentare

Jagdbesuch im Erzgebirge

Am Wochenende haben wir mit drei Personen dem Erzgebirge einen Besuch abgestattet. Zu dieser Jahreszeit wird dort hauptsächlich bei Mond an Kirrungen gejagt. Prinzipiell bin ich ein wenig abgeneigt was diese Jagdart angeht, aber wenn die Gegebenheiten eine andere Bejagung kaum ermöglichen, kann ich nichts dagegen einwenden und fange nicht an zu “missionieren”.

Es war Halbmond und relativ klares Wetter. Da auch genug Schnee lag, reichte das Licht also vollkommen aus. Wir hatten eine üppige Freigabe und nach einer langen Fahrt gab es noch schnell einen Kaffee und schon ging es los….oder auch nicht, denn wir hatten mit drei Leuten bei zwei langen Ansitzen null Erfolg. Insgesamt also ca. 20 Stunden Ansitz mit zwei Rehen und einer “Flugsau” im Anblick, wobei ich ganz leer ausgegangen bin…tja so kann Jagd sein…

erzgebirge1

…Aber zumindest der Spaziergang am Samstag war ein Erfolg. Herrliches Wetter, Berge, Schnee…Endlich mal Licht für Fotos…

erzgebirge2

…und die Hunde hatten auch eine Menge Spaß…

erzgebirge3

…obwohl Eik einen Schutzverband wegen eines Ballenschnittes tragen musste (was ihm aber wie man sieht reichlich egal war..).

erzgebirge4

Die beiden verstehen sich mittlerweile richtig gut und es war eine Freude sie fetzen zu sehen.

erzgebirge5

erzgebirge6

Am Ende war es dann ein schönes Wochenende, was zwar als Jagdurlaub gelten sollte, mir aber als Winterkurzurlaub in Erinnerung bleibt…

Geschrieben von Tim am 27. Januar 2010 | Abgelegt unter Jagderlebnisse | 2 Kommentare

Der Fingerhutbock

Über das Himmelfahrtswochenende wurde wieder mal intensiv gejagt. Natürlich mit allem was dazu gehört. Nette Leute, viel Grillfleisch, Frühstück mit Speck, Rührei und Würstchen nach den Morgenansitzen usw.

Von der Jagdleitung hatten wir zwei Revierbereiche zur Verfügung gestellt bekommen, in denen wir uns frei bewegen konnten. Im Mai geht es bei uns vor allem darum möglichst einen großteil des Rehbockabschusses zu erledigen. Zusätzlich werden Schmalrehe und schwache Überläufer geschossen, sowie erstmals in diesem Jahr Rot-Schmaltiere. Bei den Ansitzen wurde also nicht nur nach Plätzen gesucht, an denen es möglich sein würde einen Rehbock zu erlegen, sondern auch die Chance auf anderes Wild zu haben. Ein sehr beliebter Platz bei uns ist der sogenannte “Fingerhut “. Es ist ein Hochsitz an einem großen Schlag, der mittlerweile relativ Flächig mit Kiefernverjüngung bedeckt ist. Der Name kommt von gleichnamiger Pflanze (lat. Digitalis Purpurea)….

fingerhut

…deutlich im Bild zu sehen. Diese wächst in der Nähe des Hochsitzes flächendeckend. Und ist zur Blütezeit recht imposant anzusehen. Auf diesem Hochsitz also hatte man eine gute Chance auf alles Wild und seit einigen Jahren (schon vorher, jedoch insbesondere seit 2007) war hier ein Rehbock bekannt, der sich immer nur zeigte, wenn an eine Bejagung nicht zu denken war. Da es sich jedoch um einen alten, etwas dickerstangigen (in unserem Revier recht selten) und vor allem vom Gehörn sehr dunklen Bock handelte, stand er auf der Begehrtheitsliste recht weit oben. Jedes Jahr verbrachten verschiedene Jäger jedoch immer wieder vergebliche Ansitze auf diesen Recken. Auch in diesme Jahr waren bereits einige Ansitze auf dem “Fingerhut” ergebnislos geblieben. Trotzdem wollte ich es am Abend des 23.05.2009 noch einmal versuchen. Jagdfreund Gerhard und Lena saßen jeweils gleich um die Ecke, da wir aus Gründen des Jagddrucks gerne einen Revierteil etwas dichter absetzen, um diesen daraufhin eine Zeitlang wieder ruhen zu lassen. Ich saß also auf dem gemütlichen Hochsitz und blickte auf den Schlag…

fingerhutschlag

…von dem leider ein strammer Wind in das Gesicht bläst. “Wenn der Wind jagd soll der Jäger nicht jagen” denke ich noch und blicke mich dabei um. Nach hinten besteht der Bestand in einem schmalen Streifen aus einer Douglasiendickung sowie einem Kiefernaltholz mit Fichtenverjüngung. Dahinter liegt ein weitläufiges Eichenaltholz. Ich blicke mich also um und entdecke in der Fichtenverjüngung ein Lauscherpaar. “Na, bei dem Wind würde ich auch nicht auf die Fläche ziehen…”. Ich greife in der Hoffnung auf ein schießbares Reh zur Waffe und gehe in Anschlag. “Wow, nicht weiblich, ein Bock und kein Jährling. Der hat mehr auf..”. Sofort steigt der Adrenalinpegel, jedoch zieht der Bock (sowieso nur oberhalb des Trägers zu sehen) in die dichtere Verjüngung. “Na den sehe ich nie wieder!” denke ich noch und tausche das Gewehr mit dem Fernglas um in einer Lücke wenigstens noch ansprechen zu können. Der Blick durch das Glas zeigt jedoch, dass der Bock wendet und in einen freieren Bereich unterwegs ist. Und nicht nur das, der Bock im Bild ist nicht nur eindeutig älter sondern auch mit sehr dunklen, verdickten Stangen versehen. “Das ist doch tatsächlich der Fingerhutbock!”. Zwar spitz, jedoch in Richtung einer Lücke zog der Bock jetzt schneller. Rasch war die Waffe wieder im Anschlag und…der Bock nicht im Absehen, da er hinter einer Fichte verschwunden war. “Oh das wird knapp..da war ein Schatten..er kommt auf die Lücke!” Der Bock zieht immernoch zu spitz von mir weg langsam zum Ende der Lücke. Im letzten Moment dreht er ein Stück breiter und schon bricht der Schuss. Der Bock flüchtet ohne zu zeichen durch die Verjüngung, über den Weg aus meinem Blickfeld…Oh man, das ging schnell! War es denn überhaupt der richtige? Saß der Schuss? Die Wartezeit nach dem Schuss fiel schwer, musste aber eingehalten werden. Ca. 15 Minuten späte bewege ich mich zum Anschuss und entdecke sofort viel Schweiß samt Lunge. “Ok, tödlich war es, jetzt muss es nur noch der richtige sein…”. Schnell ist die Fährte ausgegangen und ich stehe am Bock. Er ist es. Kleiner zwar als angesprochen. Sowohl vom Wildbret als auch vom Gehörn, jedoch alt und dunkel von den Stangen. Die Freude ist groß und die Wacht am Stück erfüllt das Jägerherz..fingerhutbock

Da lag er nun der Fingerhutbock…

Nach ausgiebiger Wacht, Verbrechen und aufbrechen begebe ich mich aufgrund der noch frühen Stunde wieder auf den Hochsitz. Kaum oben angekommen, sehe ich einen kleine Bock am Ende des Schlages abspringen. “Wohl ein unruhiger Jährling..”. Zwei Blick später sehe ich noch einen Bock, keine Jährling sondern einen Mittelalten, dünnen Sechser, der dem Jährling neugierig nachäugt. Daraufhin beginnt er an einer frisch gepflanzten Douglasie zu Fegen. “Hmm, die Ansage lautete an Pflanzungen verstärkt zu Bejagen..ob Lena wohl gerade Anblick hat? Gerhard sitzt zu ungünstig, der kommt nicht sicher hier ran, aber Lena könnte den Weg bis zu mir kommen und direkt von hier ihr Glück versuchen..”. Nach einem weiteren Blick ist klar, der Bock hat vor eine Weile auf dem Schlag zu bleiben, also wird das Telefon gezückt und Lena angerufen (hier ist zu erwähnen, das wir solcherlei Aktionen sogut wie nieh machen. Nur wenn definitiv keine Störung durch den Wechsel des Hochsitzes entstehen kann und die Chance groß genug ist, denken wir überhaupt über so etwas nach…). Das kurze Telefonat ergibt “hier ist völlig tote Hose…”, “Na dann komm rüber, wir probieren es!” Während ich weiter den Bock beobachte begibt Lena sich also von ‘ihrem Platz zu meinem und schon bald sitzen wir nebeneinander auf dem Fingerhut. “Da hinten ist er..” weise ich ein. “Das ist aber weit!” kommt zurück, jedoch kann mit Auflageleiste und meiner Schulter eine optimale Schussposition erreicht werden. Irgendwann bricht der Schuss und schon hatten wir es geschafft zwei Böcke gleichzeitig von diesem Hochsitz zu schießen. Was für ein spannender und erfolgreicher Abend…der-neue-fingerhutbock

…und das ist Nummer zwei!

Geschrieben von Tim am 7. Juni 2009 | Abgelegt unter Jagderlebnisse | 3 Kommentare