Da im März hierzulande nicht viel gejagd wird (mit Ausnahmen) ist in diesem Monat jedes Jahr Zeit für die verschiedenen Hegeschauen in den verschiedenen Hegeringen/Hochwildringen usw. Auch bei uns war es am letzten Samstag (ich weiß, ist schon lange her, aber ich kam nicht dazu was zu schreiben…) mal wieder so weit und die Jahreshauptversammlung des Hochwildringes Göhrde fand statt. Das Ganze dient dazu, die jagdlichen Statistiken auszuwerten, über Änderungen in den Richtlinien bzw. den Plänen abzustimmen, einen Überblick über Güte und Qualität der diesjährigen Trophäen zu bekommen und im Endeffekt im besten Fall neue Schlüsse für die Hege der nächsten Jahre zu ziehen. Das Ganze ist immer recht groß aufgezogen..

…Hier wird gerade Fachmännisch das Alter des Rothirsches anhand des Unterkiefers festgestellt bzw. geschätzt. Da Rotwild ja ein Wiederkäuer ist, sind die Zähne je nachdem wie Alt das Tier war, mehr oder weniger abgeschliffen. Das Ganze unterliegt natürlich verschiedensten Parametern, was dazu führt, dass ein genaues festellen des Alters nicht möglich ist. Dies sorgt immer wieder für Diskussionen…
Ich kann nicht sagen warum, aber dieses Jahr konnte mich das Ganze nicht recht begeistern. Die Höhepunkte der Veranstaltung waren für mich der Vortrag über das Nachsuchen und die Bilder eines bekannten Jagdmalers…

…wären die nicht so teuer, würde ich davon auch einige in der Wohnung hängen haben…
…nur kurz die Meldung:
Reisebericht vorerst beendet. Änderungen Vorbehalten…
…ruhig mal lesen…
Einer der wichtigsten Gründe für das Jagen auch heutzutage und natürlich der ursprüngliche Sinn (..abgesehen natürlich vom Ziel des Höhlenmenschen das andere Geschlecht zu beeindrucken nach erfolgreicher Heimkehr..) ist wohl die Erschließung einer Nahrungsquelle. Und diese ist nicht nur sehr gesund (Wildfleisch ist u.a. deutlich fettärmer als “Industriefleisch”) sondern auch noch das beste Ökofleisch was man bekommen kann, denn im Gegensatz zu Mastvieh ist es weder schadstoff- oder medikamentbelastet noch musste das Tier ein trostloses Leben eingepfercht zwischen Leidensgenossen verbringen…tja und schmecken tuts!!!
Und weil es Spaß macht und lecker schmeckt und man sowieso zu wenig Wild isst, wurden am Wochenende beim Angrillen selbstgemachte Bratwurst und Wildfrikadellen verspeißt, die ich vorher selbst hergestellt habe..

…Hier sieht man gerade den Rest Wurstmasse im Darm verschwinden (das hat die Maschine natürlich nicht alleine gemacht, aber ich musste ja zurücktreten, um das Bild zu machen..)
Insgesamt sind aus 4kg Hack (80% Schwarzwild, 20% Rotwild) ca. 50 Würste entstanden. Das Ganze ist recht gut Gewürzt gewesen und insgesamt sehr schmackhaft..Interessierte finden am Ende des Artikels das Rezept..

…Und Hier sieht man wie es bei mir am Grill aussieht wenn alle satt sind. Das frisch gezapfte Bier darf natürlich nicht fehlen…
Die Resonanz auf meine Wildverwertung ist durchweg Positiv ausgefallen und ein par “Köder” habe ich auch in Hannover verteilt…mal sehen wies da ankommt…
Das Rezept gibt es hier…